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RnB Geschichte - die dritte Variante


Ursprung

Wie viele andere Musikgenres, stammt auch der RnB aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Nach den Unruhen des 2. Weltkrieges, konnten sich in den 40er Jahren noch einmal das "Leben und die Musik" durchsetzen. Big Bands gab es noch immer, allerdings fehlte die Bereitschaft der Radio Stationen, die teuren Gebühren zu zahlen, um die Bands zu engagieren. Daher hat man das Zeug von der Platte abgespielt, statt Bands zu engagieren. Und daher hatten Big Bands wenig zu lachen. Der Gewinn für die Musiker pendelte am unteren Ende der Skala, und Stück für Stück wurden sie von jungen Rhythmus Gruppen ersetzt. Diese waren gut und machten mit wenig Aufwand geile Mukke. Naja, für damalige Verhältnisse.


Aber R'n'B war nicht da, um in ruhigen Seitenstraße aus Radios zu säuseln, sondern um Spaß zu machen, nämlich fürs Tanzen und für Partys. Das sollte beibehalten werden und zwar um jeden Preis. Einige Bands engagierten echte Shouter als "Vorsänger", die das Publikum anheizten, und "ready" für den echten Künstler machten. Doch auch während dessen Auftritt wurde bisweilen noch "geshoutet". Wie auch immer: Der erste R & B-Stern am Himmel leuchtete unter dem Namen Louis Jordan. Nicht wenige wiegten ihre Hinterteile zu seinen Hits. Sehr bekannt waren/sind z.B. "ChooChoo-Boogie" oder "Caldonia". Und dabei ist hinzufügen: Wie oben erwähnt; Big Bands verschwanden langsam von der Pole Position, mit ihrem Klavier und all den alten Instrumenten. Dafür kam Neues auf. Vieles verschiedenes. Am besten bekannt ist sicherlich Tina Turner, die die als eine der R & B Größen tatsächlich den Sound einer E-Gitarre in das Genre einfließen ließ.


Doch zurück zu den 50er Jahren: Damals zeichnet sich unter anderem, Chuck Berry aus, der zur Versöhnung unter den Rassen beitrug. Oder zur Öffnung der Weißen und Schwarzen für den jeweils anderen. Durch das Mischen der Musik der schwarzen Unterschicht mit Rock 'n' Roll, konnten Künstler wie jener Chuck Berry das Interesse der hellhäutigen Bevölkerungsschicht wecken und somit RnB einer breiteren Masse zugänglich machen. Es war natürlich in den 50ern klar, dass R'n'B von der farbigen Bevölkerung und ihrer Kirchenmusik geprägt war."Soul", entstand dann mit Ray Charles...


...und half innerhalb der schwarzen Community die schwierige Zeit durchzustehen. Aus dieser "schwierigen Zeit" führte musikalisch erst James Brown die Soul Musik und damit auch die afro-amerikanische Bevölkerung.


Weiterer Verlauf: Wie kam es zu modernen RnB Liedern?

Ein Comeback erlebte RnB nach einiger Zeit der Stille in den 80er Jahren. Am besten ist es zu beschreiben, in dem man die Eckpfeiler Pop, Funk und Soul zusammenschiebt und ein wenig aus dem Rahmen fällt, d.h. das ganze ein wenig "uneinheitlich, unkonventiell" mischt. Dann hat man den RnB von damals. Alle Stilrichtungen der Musik da draußen, nahmen im Laufe der Zeit Einfluss auf die RnB Radios (bzw. auf das, was in den Radios läuft). Es ist daher noch nicht mal übertrieben zu sagen, dass Michael Jackson und Prince Pioniere des (damals) neuen R & B waren. Doch auch diese Phase fand ihr Ende. Es dauerte nicht lange, und dann nahmen auch Rap und Hip-Hop Einfluss und trugen ihren Teil zu der sich ständig verändernden Musik bei. Anzuführende Künstler sind hier R. Kelly, Montell Jordan, TLC und last but not least die leider inzwischen verstorbene Aaliyah. R&B war in seiner Synthese mit Hiphop der Soundtrack für neue Liebe, Kuscheln, Romantik, Zärtlichkeiten und.. für Liebeskummer. Schnief. Also: RnB war scheinbar eher für die weiche Seite in den Menschen. Das haben Boys II Men und Mariah Carey, aber auch andere Künstler schnell erkannt und diese weiche Seite in ihren Liedern angesprochen.


Ende der 90er Jahre, fast am Ende der RnB-Geschichte, die bis heute andauert, wurde das Pop-Element wieder stärker eingebracht und Jennifer Lopez sowie Lauryn Hill verpassen der Musik einen neuen Kurs. Boygroups versuchten das Gleiche; hatten dabei sogar Erfolg - nun ja, wenigstens bei 13jährigen Mädchen. Obwohl sie ja oft genug Platz 1 der Charts erreichten. Heute macht es uns der R & B sehr schwer, ihn in eine Schublade zu stopfen und es würde wahrscheinlich nicht einmal ein Kabinett Apotheker ausreichen, um alle Facetten zu klassifizieren. Diese Tatsache ist wahrscheinlich das Einzige, was wirklich diese Musik ausmacht. Niemand will sich festsetzen, aber alle wissen, was sie tun. R'n'B wird es wahrscheinlich für eine sehr lange Zeit gegeben haben, aber ob wir es in 20 Jahren noch erkennen - nun, diese Frage zu beantworten, wird sich wohl als schwierig erweisen.